FW-UDS: Programm 2026ff
Die wachsenden finanziellen Belastungen für die Einwohner von Dietzenbach
stehen im Fokus unserer Aktivitäten.
Unser bisheriger Einsatz für Dietzenbach stand unter dem Motto „Gemeinsam den Bürgerwillen gestalten!“ und entstanden sind in den vergangenen fünf Jahren knapp 60 Anträge & Anfragen, von denen viele als Ergebnis des Bürgerdialogs erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
Wir wollen das bisherige Engagement fortführen, dabei auch einige der von der ursprünglichen Koalition von SPD/Grüne/Linke bzw. aktuell von der gefühlten Koalition CDU/SPD abgelehnten Anträge erneut einbringen. Und wir werden uns mit Nachdruck um erfolgreiche Anträge kümmern, die bisher von der Verwaltung nicht oder nur mit wenig Schwung umgesetzt wurden.
Der Blick auf die kommenden Jahre verdeutlicht spätestens seit der Diskussion um die Grundsteuer und die sich abzeichnenden Gebührensteigerungen eine nur schwer zu ertragende finanzielle Belastung für viele Dietzenbacher. Es ist das zentrale Problem für unsere Lokalpolitik.
Seit Jahren steigt der Aufwand, den Dietzenbach für die Aufgaben der Daseinsfürsorge und zusätzlich für viele freiwillige Leistungen wie Sport, Kultur, Vereinsförderung und Klimaschutz finanzieren muss. Die zur Deckung notwendigen Erlöse sind nicht ausreichend, und so wird dann zur Sicherung einer handlungsfähigen Verwaltung die Anhebung der Steuersätze als unvermeidbar präsentiert und von der Stadtverordnetenversammlung mangels eigener Alternativen mehrheitlich akzeptiert.
Auch wenn der aktuelle Haushalt aufgrund von einmaligen Bundes-, Landes- und Kreisentscheidungen ohne Steueranhebungen beschlossen werden konnte, so drohen bereits für die Folgejahre weitere Anhebungen der Grundsteuer und auch bei den Gebühren sind weitere Belastungen zu erwarten.
Wir werden Ansätze zur Diskussion stellen, durch die wir diesem Negativtrend Paroli bieten können.
Für die Konkretisierung und Umsetzung erwarten wir eine kooperative Arbeit im neuen Stadtparlament, wenn die Ideen hoffentlich im Vordergrund stehen und keine koalitionsgetriebene Machtpolitik dominiert.
In Kurzform, wir planen
Und wir werden - vor den Wahlen zwar unpopulär, aber unseres Erachtens unvermeidbar - nicht mit wohlklingenden, das heutige Maß an freiwilligen Leistungen noch überbietenden Forderungen auf Stimmenfang gehen.
Wir werben hierfür um Unterstützung!
Die Baustellen:
Stabile Grundsteuer!
Stabile Gewerbesteuer!
Kosten- und Gebührenkontrolle!
Mehr Einkommenssteuer!
Die Einkommensteuer ist mit rd. 26 Mio. Euro eine bedeutende und stetig wachsende Erlösposition im städtischen Haushalt. Allerdings liegt Dietzenbach aufgrund der Einwohnerstruktur weit unter den Werten der Nachbarkommunen. Das durchschnittliche Einkommen liegt 15% und die Beschäftigungsquote rd. 10% unter dem Kreisdurchschnitt. Ein totaler Lückenschluss Dietzenbachs zu den Kreiswerten ist zwar auch längerfristig illusorisch, allerdings sind verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der heutigen Situation möglich und müssen umgesetzt werden.
Zwei Ziele werden verfolgt. Die Beschäftigungsquote muss steigen und Dietzenbach muss für den Zuzug von Mittelstandsfamilien attraktiver werden, um eine Stärkung der Einkommenssteuer zu erreichen. Dafür brauchen wir:
> Verlässliche Kinderbetreuung!
> Gezielter Wohnungsbau!
> Rechtssicherheit im Spessartviertel!
Von unserer Fraktion ist in den letzten zehn Jahren mit mehr als zehn Anträgen/Anfragen immer wieder versucht worden, die Politik und den Magistrat auf diverse Missstände aufmerksam zu machen und von einem gemeinsamen Handeln zu überzeugen. Reaktion war leider vorwiegend abwehrend/ignorierend.
Exemplarisch für den mangelnden Einsatz von Politik/Verwaltung war eine entscheidende Gerichtsverhandlung 2024 mit dem Anspruch, endlich die Hausverwaltung abzulösen. Die als treibende Kraft geplante Geschäftsführung der städt. Wohnungsgesellschaft war nicht präsent, ersatzweise auch keine Magistratsmitglieder als Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft und - außer FW-UDS - keine der Fraktionen! Natürlich wurde dem Begehren nicht gefolgt und die alte Verwaltung darf weiter ihr Unwesen treiben.
Man darf nicht nur über Justizversagen lamentieren, man muss auch der Justiz gegenüber „“Flagge zeigen“ und durch Präsenz deutlich das dringende Interesse an einer Lösung zum Vorteil der über 3000 Bewohner der Anlage verdeutlichen.
Wenn wir den Zuzug von Mittestandfamilien fördern wollen, brauchen wir ein positives Image für Dietzenbach und das kann uns nur gelingen, wenn die Negativ- Schlagzeilen zum Spessartviertel durch positive Aktionen ersetzt werden!
> Sozialen Zusammenhalt stärken!
Mit dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) soll eine Stabilisierung und Aufwertung des Gebietes Südost - mit der Robert-Koch- und Max-Planck-Straße als Kern - erreicht werden. Ziel ist die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie eine Erhöhung der Nutzungsvielfalt in diesem Quartier, eine Unterstützung hinsichtlich der Integration aller Bevölkerungsgruppen und eine Stärkung des Zusammenhalts.
Bei der Beurteilung der einzelnen Maßnahmen konnte die Politik in der Einschätzung von Notwendigkeit und Erfolgsaussichten bisher zu keiner gemeinsamen Einschätzung gelangen.
Wir verstehen Integration primär als das Zusammenführen von Menschen aus räumlich und kulturell verschiedenen Schichten der Gesellschaft. Unsere Fraktion erwartet eine positive Ausstrahlung des Konzeptes auf den erweiterten Einwohnerkreis der Altstadt.
Das Campuskonzept mit einer baulichen Erweiterung der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Verbindung mit der benachbarten Kita wird die Integrationsbemühungen stärken. Gleichzeitig wird die Finanzierung der geplanten Nachmittagsbeschulung durch ISEK-Fördermittel wesentlich erleichtert.
Transparenz und Teilhabe!
FW-UDS, 15. Januar 2026